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Zeitzonen
In Westchina wird ausgeschlafen


Wenn die Bewohner der ostchinesischen Stadt Fujin morgens mit der Arbeit beginnen, schlafen ihre Landsleute im 4.500 Kilometer weiter westlich gelegenen Kaschgar noch. Dort geht die Sonne erst drei Stunden später auf. Die »Langschläfer« im Westen arbeiten dann erst von Mittags bis spätabends.



Der Grund für die ungewöhnlichen Arbeitszeiten: die Zeitverschiebung. Als flächenmäßig viertgrößtes Land der Welt erstreckt sich China über fünf der 24 Weltzeitzonen, nutzt aber nur eine einzige – nämlich jene, in der die Hauptstadt Peking liegt. Die Zeitzone UTC+8 ist der Weltzeit (UTC) acht Stunden voraus. Um Tagesabläufe dennoch koordinieren zu können, verwenden einige Chinesen im Westen – vor allem die Uiguren – inoffiziell die Zeitzone UTC+6, entsprechend der Region auch »Xinjiang-Zeit« genannt. Richten sie sich aber nach der im Land gültigen Uhrzeit, so gibt es Öffnungszeiten und Dienstleistungen von 11 bis 19 Uhr.

Um ganze 3,5 Stunden müssen die Uhren zurückgestellt werden, wenn man von China ins benachbarte Afghanistan fährt. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es einen derart großen Zeitunterschied beim Überschreiten einer Landesgrenze.

Dieser Text erschien in der 17. Ausgabe von KATAPULT. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.




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01.06.2020

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