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Studie
Kinderarmut ist kein Ost-West-Problem


Im bayerischen Pfaffenhofen sind rund zwei von 100 Kindern von Armut betroffen, in Gelsenkirchen mehr als 40 Prozent. Während im Westen die Kinderarmut stagniert, ist sie im Osten im Vergleich zu 2014 gefallen. Von JULI KATZ



Zurzeit sind 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland arm oder armutsgefährdet. Das sind etwa 21,3 Prozent - also jedes fünfte Kind. Knapp die Hälfte davon wächst in alleinerziehenden Familien auf, 14 Prozent beziehen Grundsicherung.

Regional gibt es krasse Unterschiede. Im bayerischen Pfaffenhofen sind beispielsweise nur rund zwei von 100 Kindern von Armut betroffen, in Gelsenkirchen in NRW mehr als 40 Prozent. In Bremen hat sich die Situation in den letzten fünf Jahren verschlechtert, genau wie im Saarland, NRW, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Während im Westen die Kinderarmut stagniert, ist sie im Osten im Vergleich zu 2014 um 5,2 Prozentpunkte gefallen.

Was heißt das für die Lebensrealität der Kinder? In vielen Fällen: kein Auto, keinen PC mit Internet in der Familie, seltener Vereinsmitglied oder Kino, kein Urlaub, keine Klassenfahrt. Und: Scham.

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Quelle: Bertelsmann-Stiftung, Kinderarmut in Deutschland (Juli 2020).


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24.07.2020

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