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World Happiness Report
13 von 20 glücklichsten Staaten liegen im europäischen Raum


Das persönliche Glück suchen viele Menschen. Verlässliche Freundschaften und intakte Familien erhöhen die Wahrscheinlichkeit, es zu finden. Von TOBIAS MÜLLER



Seit 2012 wird der World Happiness Report (WHP) herausgegeben. Er erscheint jährlich im Auftrag des Sustainable Development Solutions Network der Vereinten Nationen. Der Report erfasst, wie glücklich die Menschen in 153 der 193 Staaten weltweit sind. Europa schneidet überdurchschnittlich gut ab. Unter den 20 glücklichsten Staaten der Welt liegen 13 im europäischen Raum. Hierzu trägt ohne Zweifel der durchschnittliche Wohlstand in Europa bei. In Form individueller Kaufkraft wird dieser im WHP erfasst. Als weiteren “harten” Indikator berücksichtigt der Report die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in den untersuchten Staaten.1

Jenseits dieser Werte konzentrieren sich die Autoren des WHP vor allem auf die persönlichen Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger. Befragt wurden pro Staat 1.000 bis 3.000 Personen. Relevant ist beispielsweise das soziale Netz, in das die Menschen eingebettet sind. Eine Frage, die dies erfassen soll, lautet: “Haben Sie Freunde oder Verwandte, die Ihnen jederzeit helfen würden, wenn Sie Probleme hätten?” Darüber hinaus wollten die Forscher wissen, ob die befragten Personen der Meinung sind, ihr Leben freiheitlich und selbstbestimmt gestalten zu können.2

Insgesamt, so die Autoren, spielt die soziale Umwelt eine herausragende Rolle für das persönliche Glücksempfinden. Sie hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie Menschen ihre eigene Lebenssituation beurteilen. Ein Beispiel: Eine gesunde, verheiratete, sich sicher fühlende Frau ist im Schnitt um dreieinhalb Prozentpunkte glücklicher als ein kranker, in ständiger Angst lebender männlicher Single. Fassen beide ihre soziale Umwelt jedoch als überdurchschnittlich positiv auf, reduziert sich die Lücke um rund ein Drittel.3 Die soziale Umwelt wird besonders dann als unterstützend wahrgenommen, wenn das generelle Vertrauen in die Mitmenschen groß ist und nicht von Korruption innerhalb der gesellschaftlichen Eliten ausgegangen wird.4

Die Berücksichtigung der sozialen Umweltfaktoren erklärt, warum sich unter den 50 glücklichsten Staaten der Welt auch solche Länder finden, deren materielles Wohlstandsniveau dies nicht vermuten lassen würde. Hierzu zählen beispielsweise die mittelamerikanischen Staaten El Salvador, Guatemala Nicaragua und Costa Rica. Aber auch zentralasiatische Uzbekistan schneidet vergleichsweise gut ab. Es landet auf Platz 38 - zehn Plätze vor dem deutlich wohlhabenderen Kuwait. In Sachen Glück, soviel lässt sich dem Report entnehmen, ist Geld nicht alles.

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[1] Helliwell, John F./Layard, Richard/Sachs, Jeffrey D./De Neve, Jan Emmanuel (Hg.) World Happiness Report 2020. New York 2020, S. 17.
[2] Ebd.
[3] Ebd., S. 4, 14.
[4] Ebd., S. 17f.


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27.11.2020

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